Psycho Med News

Mit Beiträgen von Walter Lenz

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Wenn die Mitte schweigt, redet der Rand

Fundamentalismus, Radikalismus, Extremismus – warum die offene Gesellschaft ihre eigene Auflösung organisiert

Es beginnt immer mit einem Gefühl. Nicht mit einer Ideologie, nicht mit einem Buch, nicht einmal mit einem Anführer. Es beginnt mit der stummen, nahezu körperlichen Überzeugung: Ich gehöre nicht dazu. Ich bin zu kurz gekommen. Und irgendjemand trägt dafür die Schuld.

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JUDITH – DIE FRAU, DIE DIE REGELN BRICHT

Wie eine alte biblische Figur zur modernen Ikone wird zwischen Selbstermächtigung, Ambivalenz und moralischer Zumutung Es ist Nacht. Eine undurchdringliche Dunkelheit hüllt das riesige Lager eines gewaltigen Heeres ein, dessen unzählige Zelte wie blasse Schatten unter dem unendlichen Firmament liegen. Nur das ferne Knistern der letzten Lagerfeuer und das leise Wimmern der Wachen durchbrechen die Stille.

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Vier Frauen, vier Strategien – und keine spielt nach den Regeln

Wie Deborah, Jael, Judith und Michal Macht neu erfinden –  und warum das heute noch vertraut wirkt

Die Szene wirkt fast filmisch: Staub hängt in der Luft, irgendwo klirrt Metall, und zwischen all den Männern, die kämpfen, befehlen, versagen oder zögern, stehen plötzlich Frauen im Mittelpunkt, die eigentlich gar nicht vorgesehen waren. Deborah sitzt unter einer Palme und spricht Recht, ruhig, klar, fast unbequem souverän. Jael beugt sich über einen schlafenden Mann, ihr Gesicht unbewegt, die Hand fest am Zeltpflock. Judith tritt geschniegelt ins feindliche Lager, wissend, dass ihr Körper zum Argument wird. Und irgendwo am Rand steht Michal, schaut zu, liebt zuerst, verachtet später – und bleibt dabei die vielleicht modernste von allen.

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Als David tanzte – und Michal ihn verlor

Die Geschichte einer großen Liebe, die nicht an Verrat zerbrach, sondern an Veränderung. Über Loyalität, Enttäuschung und den Augenblick, in dem man erkennt, dass der Mensch, den man einst liebte, nicht mehr derselbe ist.

Die Abendsonne liegt über Jerusalem. Aus den Gassen dringt Musik. Trommeln schlagen einen Rhythmus, Menschen jubeln, Kinder laufen lachend durch die Menge, und irgendwo in diesem Strom aus Begeisterung tanzt ein Mann. Er tanzt nicht würdevoll. Er tanzt nicht kontrolliert. Er tanzt mit einer Hingabe, die alles andere vergessen lässt. Die Menge liebt ihn dafür. Sie sieht Freude, Freiheit und Leidenschaft. Doch oben an einem Fenster steht eine Frau und sieht etwas völlig anderes. Sie sieht das Ende einer Liebe.  Nicht einmal das Ende. Das Ende ist schon länger da. Was sie jetzt sieht, ist die Bestätigung.

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Die Frau mit dem Zeltpflock

Über eine Mörderin, die das Alte Testament zur Heldin erklärt — und was das bis heute bedeutet

Sie bietet einem fliehenden Feind Schutz an, gibt ihm Milch, deckt ihn zu — und tötet ihn dann im Schlaf. Sie nagelt seinen Schädel mit einem Zeltpflock an den Boden. Und das Buch der Richter feiert sie dafür. Jael, Frau von Heber dem Keniter, ist eine der rätselhaftesten und verstörendsten Gestalten des Alten Testaments. Keine Prophetin, keine Königin, keine Mutter Israels — und trotzdem Heldin einer der ältesten poetischen Überlieferungen der Bibel. Ihre Geschichte ist unbequem, weil sie nicht in das Bild passt, das viele vom Alten Testament haben: ein Buch der Väter, der Könige, der Heerführer, der Priester. Jael erinnert daran, dass dieses Bild immer schon unvollständig war.

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Die Symphonie des Seins: Der Mensch als lebendiges, ganzheitliches System

Eine Reise durch die vernetzten Dimensionen von Körper, Geist, Psyche und Seele

Stellen Sie sich vor, der Mensch wäre ein komplexes Orchester, dessen Instrumente – der kräftige Körper, der wache Geist, die feinfühlige Psyche und die tiefgründige Seele – nicht nur ihre eigene Melodie spielen, sondern in einem ständigen, harmonischen Zusammenspiel miteinander agieren. Ein einziger Gedanke kann den Herzschlag beschleunigen, eine Erinnerung Tränen hervorrufen, und ein schmerzender Rücken die Stimmung verdunkeln.

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EBORAH – DIE FRAU, DIE ORIENTIERUNG GIBT

Wie eine Richterin des Alten Testaments zu einer modernen Heldin wird

Es sind unruhige Zeiten. Das Land lebt unter Druck, die Menschen fühlen sich bedroht, erschöpft und orientierungslos. Immer wieder geraten sie unter die Herrschaft fremder Mächte. Die alten Sicherheiten tragen nicht mehr; Angst und Resignation breiten sich aus. Inmitten dieser Situation sitzt eine Frau unter einer Palme.

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