Psycho Med News

Mit Beiträgen von Walter Lenz

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Lebensziel, Lebenssinn, der purpose of life und die 6 Hüte

Lebensziel, Lebenssinn, der purpose of life und die 6 Hüte

Dieser Satz wird dem britisch-maltesischen Psychologen, Arzt und Vordenker Edward de Bono zugeschrieben, einem Mann, der sein Leben damit verbrachte, das Denken selbst unter die Lupe zu nehmen. De Bono, bekannt durch Konzepte wie das Laterale Denken, die Six Thinking Hats und die Kritik am vertikalen, linearen Denken, wusste genau, wovon er sprach: Wer immer nur in gewohnten Bahnen denkt, bleibt immer am gewohnten Ort. Und wer gar nicht erst fragt, wohin er will, überlässt die Antwort dem Zufall – oder der Schwerkraft. Stell dir vor, du steigst ins Auto, das Navi fragt nach dem Ziel, und du antwortest: „Überrasch mich.“ 

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Wenn der Körper die Bremse zieht

Sexuelle Unlust ist kein Defekt. Sie ist eine Sprache.  Wer ihr zuhört, versteht mehr über sich selbst, als er je erwartet hätte.

Manche Dinge schweigen laut. Sexuelle Unlust gehört dazu — sie wird selten ausgesprochen, aber sie verändert alles: die Stimmung im Zimmer, die Wärme zwischen Menschen, das stille Bild, das jemand von sich selbst trägt.

Was früher pauschal als Frigidität abgestempelt wurde, ist heute neu zu verstehen — nicht als Kälte, nicht als Versagen, sondern als Signal.

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Wenn die Lust nicht kommen will

Sexuelle Unlust ist kein Defekt. Sie ist eine Bindungsreaktion. Wer sie versteht, lernt mehr über seine frühesten Beziehungserfahrungen.

Manche Dinge schweigen laut. Sexuelle Unlust gehört dazu — sie wird selten ausgesprochen, aber sie verändert alles: die Stimmung im Zimmer, die Wärme zwischen Menschen, das stille Bild, das jemand von sich selbst trägt. Was früher pauschal als Frigidität abgestempelt wurde, ist heute neu zu verstehen — nicht als Kälte, nicht als Versagen, sondern als bindungstheoretisches Signal: als Reaktion eines Nervensystems, das gelernt hat, Nähe als Risiko zu behandeln.

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Küchenpsychologie — Über die Kunst, Menschen zu verstehen

Es gibt Abende, an denen man nach einem langen Gespräch nach Hause geht und denkt: Jetzt habe ich verstanden, warum dieser Mensch so ist, wie er ist. Nicht weil man ein Buch gelesen hat. Nicht weil man Fachvokabular kennt. Sondern weil man zugehört, nachgedacht und die Dinge zusammengesetzt hat wie ein Puzzle aus kleinen Beobachtungen. Dieses Gefühl kennen die meisten Menschen. Es entsteht am Küchentisch, auf langen Autofahrten, nach Streitgesprächen, die sich am nächsten Tag plötzlich klarer anfühlen. Es ist ein sehr altes Gefühl — und es hat einen etwas ungelenken Namen bekommen: Küchenpsychologie.

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Stärke ohne Hass

Ein Plädoyer für demokratische Stärke,                                                                                               politische Ruhe und Menschlichkeit in unruhigen Zeiten.

Stärke ohne Hass
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Die Getriebenen von Berlin

Wie eine politische Klasse das Mandat ihrer Wähler gegen die eigene Karriere eintauscht – und warum das Land schweigend dabei zusieht.

Berlin im Frühjahr. Die Ministerien sind besetzt. Die Ausschüsse tagen. Die Pressesprecher formulieren. Irgendwo hält gerade jemand eine Rede. Irgendwo reagiert gerade jemand auf eine Umfrage. Irgendwo erklärt gerade jemand, warum das, was gestern noch richtig war, heute leider anders gesehen werden muss.

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Wie sich ein Leben in den Körper schreibt – und was eine Ökologie des Menschen darin lesen kann

Sie sitzt etwas vorgebeugt. Nicht auf eine Art, die krank wirkt, eher auf eine Art, die vertraut ist – als hätte der Körper sich eine Haltung angewöhnt, die irgendwann einmal Schutz bedeutete und nun einfach geblieben ist. Renate K. ist 63 Jahre alt, hat braune Augen, redet präzise und stockt manchmal mitten im Satz, als würde sie prüfen, ob das, was sie sagen will, auch gesagt werden darf. Sie klagt über Schmerzen im Nacken und in den Schultern, über einen Rücken, der sie morgens kaum aus dem Bett lässt und über Schwindelgefühle ohne klaren medizinischen Befund.  Sie klagt über eine merkwürdige Unfähigkeit, Dinge zu erledigen, die sie eigentlich will, oder Dinge loszulassen, die sie längst nicht mehr braucht. Wer ihr erstes Gespräch nur als Symptomerhebung liest, sieht eine Frau mit funktionellen Beschwerden und diffuser Somatisierung.

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Der Reiz des Jetzt — Gegenwartsbias, Prokrastination und die stille Architektur des Scheiterns

Es ist ein Dienstagvormittag. Der Kaffee ist frisch. Die Liste liegt bereit. Und trotzdem öffnet sich zuerst der Browser, dann ein Video, dann irgendein Kaninchenbau aus Empfehlungen und Ablenkungen – bis der Vormittag weg ist und mit ihm das leise Versprechen, das man sich selbst gegeben hatte. Niemand hat entschieden, heute nichts zu tun. Es ist einfach passiert. Langsam, unmerklich, durch eine Reihe kleiner Ja-Sagen zu dem, was im Moment angenehmer war.

Der Reiz des Jetzt — Gegenwartsbias, Prokrastination und die stille Architektur des Scheiterns
Der Reiz des Jetzt — Gegenwartsbias, Prokrastination und die stille Architektur des Scheiterns
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