„Wenn Sie Ihre Anfälligkeit für Unglück und Leid maximieren wollen, empfehle ich Ihnen: Gehen Sie möglichst behütet durchs Leben. Versuchen Sie, jeden noch so kleinen Stressfaktor frühzeitig auszuschalten, jeden möglichen Stolperstein großräumig zu umgehen. Baden Sie stattdessen im Komfort. Schauen Sie zu, dass Sie möglichst lange in einem metaphorischen Glashaus aufwachsen. Wenn Sie dann mal draußen sind in der Welt, werden Sie ganz bestimmt beim ersten Windstoß einknicken.“ (Rolf Dobelli in: Welt am Sonntag v. 21.7.2024)
Continue Reading Panikattacken im Abitur: Verweichlichte Jugend oder Helikoptereltern?Seite 30 von 35
Die Freiheit der Wahl als Qual
Viele Menschen fühlen sich in der modernen westlichen Welt orientierungslos, verloren und fremdbestimmt. Sie empfinden den Verlust von Selbstkontrolle und Selbstbestimmung in einer religionsfernen, laizistisch-säkularen und sich stetig fraktionierenden Gesellschaft. Das Individuum steht einer Vielzahl widersprüchlicher Werte, Normen und Lebenskonzepte gegenüber und hat die Qual der Wahl. Es besteht ein Bedürfnis nach einer stabilen Basis und einer sicheren Perspektive, die dem Leben Sinn und Richtung gibt.

Neue Ergebnisse und Erkenntnisse in der Traumaforschung
Wenn die Seele verletzt wird: neue Erkenntnisse zu PTBS und ihren genetischen Ursachen.
Traumatische Ereignisse wie schwere Unfälle, Naturkatastrophen, der Verlust eines geliebten Menschen, Krieg oder Gewalt können tiefe seelische Wunden hinterlassen. Zwei aktuelle Studien haben nun neue Erkenntnisse zu den genetischen Risikofaktoren und biologischen Mechanismen der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) geliefert und könnten damit auch neue Therapieansätze ermöglichen.
Continue Reading Neue Ergebnisse und Erkenntnisse in der TraumaforschungDer Beitrag befasst sich mit dem Individuum in der post-industriellen, liberalen, kapitalistischen Massengesellschaft.
Continue Reading Das Individuum in der modernen MassengesellschaftDie dunkle und die helle Seite der Angst
Einer meiner Beiträge in diesem Medium handelt von der dunklen Seite der Angst, der sogenannten dysfunktionalen Angst, dargestellt am Beispiel der Prüfungsangst. Jedoch hat die Angst auch ihre helle, gesunde, hilfreiche, also ihre funktionale Seite.
Continue Reading Keine Angst vor der gesunden AngstKatie Zaferes, eine US-amerikanische Triathletin, lag nach einem schweren Fahrradunfall im Krankenwagen mit gebrochener Nase und aufgeschlitztem Zahnfleisch.
Continue Reading Was Olympioniken uns über Schmerz beibringen können
Das Körpergedächtnis und die Körperpsychotherapie: Ein Einblick für Interessierte
Unser Körper speichert Erinnerungen – eine Vorstellung, die durch Redewendungen wie „Etwas steckt mir in den Knochen“ oder „Alles lastet auf meinen Schultern“ bekräftigt wird. Diese Ausdrucksweisen deuten auf das sogenannte Körpergedächtnis hin, ein faszinierendes Konzept in der Psychosomatik, bei dem seelische Schmerzen und Traumata physische Symptome verursachen können.
Continue Reading Das Körpergedächtnis und die Körperpsychotherapie: Ein Einblick für InteressierteLangsam geht die Entwicklung eines Medikaments von ersten Erkenntnissen bis zur Anwendung in der täglichen Praxis des Allgemeinmediziners. Geht es doch letztendlich um die Sicherheit der Betroffenen.
Continue Reading Ketamin: vom Narkotikum zum Antidepressivum
Paradigmenwechsel in der Medizin Salutogen vs. Pathogen
Schon immer gab es zwei Konzepte in der Medizin, Salutogen und Pathogen.
Bemühte man sich im letzteren darum, die Krankheit zu beseitigen oder das Leiden zu mindern, liegt der Fokus im ersten darauf, ein Leiden oder eine Krankheit gar nicht erst entstehen zu lassen. Dies nennt sich auch Präventiv- oder Präventionsmedizin. Dazu gehören eine Vielzahl von Strategien wie Gesundheitsförderung, Früherkennung und Verhaltensänderungen.
Für Therapeuten und Coaches existiert kein Gut oder Böse, sondern lediglich eine Skala von funktional bis dysfunktional. Diese Unterscheidung zielt darauf ab, Klienten ohne moralische Wertung zu verstehen und ihnen zu helfen. Häufig übersteigen die Gedanken und Handlungen von Klienten jedoch das menschliche und therapeutische Verständnis, was professionelle Distanz und Empathie erfordert, um angemessene Lösungen zu entwickeln.
Continue Reading Philosophie und Psychotherapie: Warum der Mensch tut, was er tut?