Ein Leben zwischen Verlusttrauma und neurologischer Irritation
Es gibt Momente, in denen ein Mensch mitten im Satz innehält. Nicht weil ihm die Worte fehlen. Sondern weil der Faden, an dem die Worte hängen, kurz – nur kurz – nicht da ist. Eine halbe Sekunde, vielleicht eine ganze. Das Gegenüber wartet. Der Mensch runzelt die Stirn, nicht ärgerlich, eher suchend, mit dem Gesichtsausdruck von jemandem, der weiß, dass er etwas weiß, und der gerade nicht drankommt. Dann – manchmal – findet er es wieder. Und manchmal setzt er einfach neu an, an einer anderen Stelle, als wäre der verlorene Faden nie gewesen. Dieser Moment ist klein. Er dauert nicht lang. Aber er hinterlässt etwas. Vor allem bei dem, dem er passiert.
Continue Reading Wenn der Körper stolpert – und die Seele spricht

