Mit Beiträgen von Walter Lenz

Autor: admin (Seite 19 von 29)

Behaviorales Immunsystem oder wenn ich das seh‘, könnt‘ ich kotzen

Das behaviorale Immunsystem ist ein faszinierendes Konzept, das die evolutionäre Entwicklung des Menschen und seine psychischen sowie physischen Reaktionen auf potenziell schädliche Umweltreize beleuchtet. Es beschreibt eine Reihe psychologischer und verhaltensbezogener Mechanismen, die dazu dienen, den Körper vor Krankheitserregern zu schützen, bevor das biologische Immunsystem aktiviert werden muss.

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Genetik, Epigenetik und menschliche Freiheit

Ein humanistisches Verständnis von Selbstverantwortung und Verantwortung gegenüber den eigenen Nachfahren

Wissenschaft und Humanismus: Die moderne Wissenschaft hat unser Verständnis von Vererbung, Entwicklung und Verhalten revolutioniert. Gleichzeitig stellen uns diese Erkenntnisse vor die Herausforderung, traditionelle Konzepte von Freiheit, Selbstbestimmung und Verantwortung neu zu denken. Aber wie lassen sich die Mechanismen der Genetik und Epigenetik mit einem humanistischen Menschenbild in Einklang bringen, das auf Autonomie, Verantwortung und Freiheit basiert?

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Winterdepression: Wenn die dunkle Jahreszeit auf die Stimmung schlägt

von Jake Remaly, 26. November 2024

Mit dem Winter kommt nicht nur die Kälte – für viele Menschen bringt diese Jahreszeit auch eine spürbare Belastung für die Psyche mit sich. Die sogenannte saisonale affektive Störung (SAD) ist ein bekanntes, wenn auch offiziell nicht anerkanntes Phänomen.

Mit dem Winter kommt nicht nur die Kälte
Mit dem Winter kommt nicht nur die Kälte
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Würdigung der Pflegekräfte in Einrichtungen für Menschen mit mehrfacher Behinderung

In Rüsselsheim gibt es zwei Wohnstätten für Menschen mit Einfach- und Mehrfachbehinderung, das Herta-Max-Haus in der Innenstadt und die Wohnstätte Inselhof im Stadtteil Königstädten. Durch meine ehrenamtliche Tätigkeit im Verein Lebenshilfe Rüsselsheim e.V. erlebe ich die Arbeit und Belastung der dort Tätigen hautnah. Es ist an der Zeit, diese gesellschaftlich so wichtige Gruppe in den Mittelpunkt der Betrachtungen von www.psycho-med-news.de zu stellen.

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‚Bis hierher und nicht weiter‘

Eine toxische Beziehung endet nie, es sei denn, man zeichnet rote Linien: Fallbeispiel: Annette R., 60 Jahre – Der Weg aus der emotionalen Abhängigkeit

Anamnese und Hintergrund

Bettina F., 54 Jahre alt, verheiratet, eine erwachsene Tochter, sucht therapeutische Unterstützung, weil sie sich in einem „Gefängnis aus Schuld und Pflicht“ gefangen fühlt. Trotz ihres Alters hat sie das Gefühl, nie wirklich unabhängig von ihrer Mutter gewesen zu sein. Annette beschreibt ihre Mutter, Gerda, 79 Jahre, als emotional fordernd, launenhaft und manipulierend. Bei Konflikten oder wenn Bettina Grenzen setzen möchte, reagiert Gerda häufig mit „Krankheiten“ oder dramatischen Schilderungen ihres Leidens, was Bettina dazu bringt, ihre eigenen Bedürfnisse zurückzustellen.

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ADHS bei Erwachsenen: Keine Modediagnose

Die schwierige Situation von Erwachsenen mit ADHS (Aufmerksamkeits-/ Hyperaktivitätsstörung) in den USA wurde kürzlich in einer Publikation in JAMA Psychiatry beleuchtet. Die Autoren stellen fest, dass ADHS bei Erwachsenen unterdiagnostiziert und unterbehandelt ist. Gleichzeitig bemängeln sie einen Mangel an geeigneten Therapeutika. Trotz erheblicher psychiatrischer Komorbiditäten und der damit verbundenen Belastungen gibt es unter Ärzten in den USA eine große Zurückhaltung, ADHS zu diagnostizieren – unter anderem, weil in der Öffentlichkeit immer wieder über den Missbrauch von Stimulanzien diskutiert wird, die zur Therapie verschrieben werden.

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Die Psychologie der Transformation: Widerstände überwinden

Die deutsche Gesellschaft steht an einem Scheideweg, der durch eine Vielzahl interdependenter Krisen gekennzeichnet ist. Innergesellschaftlich lasten demografischer Wandel, zunehmende soziale Ungleichheit, Polarisierung und ein Vertrauensverlust in zentrale Institutionen auf dem sozialen Gefüge. Auf europäischer Ebene sieht sich Deutschland mit divergierenden Interessen der Mitgliedsstaaten konfrontiert, die durch finanzpolitische Spannungen, Migration und das Wiedererstarken nationalistischer Strömungen verschärft werden. Im globalen Kontext rückt die Frage nach der Balance zwischen Globalisierung und einer sich abzeichnenden Re-Regionalisierung und Re-Nationalisierung in den Fokus. Die Klimakrise und geopolitische Unsicherheiten, wie etwa der aufstrebende Systemwettbewerb zwischen liberalen Demokratien und autoritären Regimen, verschärfen die Lage zusätzlich.

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Wie Gewalt und Manipulation durch Demagogen und Populisten in unseren Gehirnen wirken

Einleitung: Demagogen und Populisten nutzen seit jeher gezielte Strategien, um Menschenmassen zu beeinflussen und zu kontrollieren. Ihre Techniken basieren auf psychologischen, sozialen und neurologischen Mechanismen, die tief in unserer Natur verwurzelt sind. Dieser Frage, um die es hier geht, ist die nach der Funktionsweise dieser Mechanismen, und warum Menschen anfällig für Manipulation durch solche Akteure sind. Ein fundiertes Verständnis der Prozesse bietet die Möglichkeit, unsere Entscheidungen, Überzeugungen und Handlungen in einem politisch aufgeladenen Kontext beeinflussen können.

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Das Messie-Syndrom: Eine wachsende Herausforderung für die Gesellschaft

Das Messie-Syndrom, in der Psychiatrie als Hoarding Disorder (HD) bekannt, betrifft zwischen 2 und 6 Prozent der deutschen Bevölkerung und stellt zunehmend ein gesellschaftliches Problem dar. Besonders ältere Menschen sind betroffen. Während HD in der Gesamtbevölkerung relativ selten auftritt, steigt die Prävalenz bei Menschen über 70 Jahren auf bis zu 6 Prozent. Die psychische Erkrankung ist durch eine pathologische Unfähigkeit gekennzeichnet, sich von Gegenständen zu trennen – unabhängig von deren objektivem Wert.

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