
Etwas stimmt nicht. Der Körper ist müde, obwohl genug geschlafen wurde.
Continue Reading Der Mensch als mehrdimensionales System – Fünf Ebenen, die unser Erleben gemeinsam formenMit Beiträgen von Walter Lenz

Etwas stimmt nicht. Der Körper ist müde, obwohl genug geschlafen wurde.
Continue Reading Der Mensch als mehrdimensionales System – Fünf Ebenen, die unser Erleben gemeinsam formenEin Leben zwischen Verlusttrauma und neurologischer Irritation
Es gibt Momente, in denen ein Mensch mitten im Satz innehält. Nicht weil ihm die Worte fehlen. Sondern weil der Faden, an dem die Worte hängen, kurz – nur kurz – nicht da ist. Eine halbe Sekunde, vielleicht eine ganze. Das Gegenüber wartet. Der Mensch runzelt die Stirn, nicht ärgerlich, eher suchend, mit dem Gesichtsausdruck von jemandem, der weiß, dass er etwas weiß, und der gerade nicht drankommt. Dann – manchmal – findet er es wieder. Und manchmal setzt er einfach neu an, an einer anderen Stelle, als wäre der verlorene Faden nie gewesen. Dieser Moment ist klein. Er dauert nicht lang. Aber er hinterlässt etwas. Vor allem bei dem, dem er passiert.
Continue Reading Wenn der Körper stolpert – und die Seele sprichtÜber das fragile Gleichgewicht von Schmerz und Sinn – und wie wir lernen, es zu halten

Manchmal genügt ein einziger Moment, um zu spüren, wie widersprüchlich Leben ist. Ein Lächeln mitten in der Trauer, ein Hoffnungsschimmer im Schatten einer Angst, ein stilles Glück, das sich nicht rechtfertigen muss, obwohl ringsum vieles brüchig erscheint.
Continue Reading Die Waage im InnerenWas Saul und David uns über narzisstische Liebe, Kränkung und den richtigen Moment zu gehen erzählen – vor dreitausend Jahren aufgeschrieben, heute täglich erlebt.
Continue Reading Der erste Speer fliegt immer in der StilleEine leise Gewohnheit, die Beziehungen wärmt, verändert – und manchmal langsam unterhöhlt. Und die wir, wenn wir ehrlich sind, meistens als Verdienst betrachten.

Es beginnt leise, fast unscheinbar: Eine Frau steht an der Grenze zwischen dem, was sie kennt, und dem, was sie noch nicht begreifen kann. Hinter ihr liegt die vertraute Welt aus Sprache, Gewohnheiten und Erwartungen – die Gerüche des Marktes, die Stimmen der Nachbarinnen, die stillen Regeln einer Gesellschaft, in der man weiß, wer man ist, weil andere es einem täglich bestätigen. Ihr Gewand verrät, woher sie kommt: Es ist die Kleidung einer Frau, die eingebettet ist, die dazugehört, die erkennbar ist als Teil einer Ordnung, die größer ist als sie selbst. Diese Welt ist nicht nur Heimat, sie ist Spiegel – und Schutz und Käfig zugleich. Rut, die Frau aus Moab, kennt diese Ordnung. Sie kennt ihren Platz darin, ihre Pflichten, ihre Grenzen.
Continue Reading Von Rut und Fathmagül (1300 v.Chr. – 2000 n.Chr.)Eine Frau sitzt in ihrem Elternhaus. Sie wartet. Alle wissen es. Niemand kommt.
Continue Reading Warum Tamar mehr Anstand zeigt als die Männer, die sie verurteilen wolltenEs ist Dienstagvormittag. In einem hellen Wohnzimmer sitzt ein Mann an einem Tisch. Vor ihm liegt ein Blatt Papier, ein Stift. Er schaut sie an, als wären sie Fremdkörper. Die rechte Hand liegt flach auf der Tischplatte. Sie bewegt sich nicht. Draußen fährt ein Auto vorbei. Eine Taube landet auf dem Fensterbrett und fliegt wieder weg. Das Leben geht weiter, vollkommen unbeeindruckt.

Eine alte Geschichte über Macht, Ohnmacht und die Suche nach Würde – damals wie heute.
Hagar ist die Sklavin von Abraham und seiner Frau Sara. Weil Sara lange kein Kind bekommt, gibt sie Hagar Abraham zur Frau, damit sie für ihn ein Kind gebiert. Als Hagar schwanger wird, entstehen Spannungen, und sie flieht in die Wüste – doch Gott begegnet ihr dort und verspricht, dass ihr Sohn Ismael ein großes Volk begründen wird. Sara wird überraschend doch schwanger und gebiert den Sohn Isaak. Später wird Hagar mit Ismael endgültig fortgeschickt, aber wieder sorgt Gott in der Wüste für ihr Überleben. (Genesis 16 ff.)
Continue Reading Hagar – die Unsichtbare, die gesehen wirdWas wäre, wenn die Geschichte vom Turm zu Babel gar keine Strafgeschichte ist? Wenn das Gewirr der Sprachen kein Fluch war – sondern ein Geschenk? Diese Deutung ist nicht neu. Aber sie ist immer noch überraschend. Statt von einem Scheitern erzählt Babel dann von einem Anfang – von Menschen, die bisher gleich sprachen, gleich dachten und die Welt mit denselben Worten beschrieben, und die nun beginnen, sich zu unterscheiden, eigene Wege zu gehen, eigene Fragen zu stellen und auf Antworten zu kommen, die vorher niemand kannte. Aus dieser Differenz entstehen neue Ideen, neue Lebensweisen, neue Kulturen – die ganze bunte, laute, manchmal anstrengende Vielfalt dessen, was wir Menschheit nennen. Babel-Babylon markiert dann nicht das Ende eines großen gemeinsamen Projekts. Es ist der Anfang. Es ist der eigentliche Beginn.
Continue Reading Der Turmbau zu Babel© 2026 Psycho Med News
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