Ein praxisnaher Zugang zu energetischer Psychologie und Achtsamkeit
Manche Menschen kommen nicht mit einem klar umrissenen Problem in die Therapie, sondern mit einem diffusen Gefühl: etwas stimmt nicht mehr. Der Körper ist angespannt, der Kopf übervoll, die Emotionen schwer greifbar. Nach außen funktioniert vieles, nach innen fühlt es sich brüchig an. Gerade in solchen Situationen stoßen rein kognitive Erklärungen schnell an ihre Grenzen. Es braucht einen Raum, in dem nicht sofort verstanden, gelöst oder bewertet werden muss, sondern zunächst wahrgenommen werden darf, was ist. Integrierte Therapieansätze, die Körper, Aufmerksamkeit und Beziehung gleichermaßen einbeziehen, setzen genau hier an.
Überblick

In der psychotherapeutischen Praxis begegnen uns zunehmend Menschen, deren Belastungen sich nicht eindeutig einer einzelnen Methode zuordnen lassen. Emotionale Überforderung, chronischer Stress, diffuse Ängste oder ein Gefühl innerer Blockade entstehen oft aus einem Zusammenspiel kognitiver,emotionaler, körperlicher und relationaler Faktoren. Integrierte Therapieansätze versuchen, diesem Umstand gerecht zu werden, indem sie verschiedene Zugänge miteinander verbinden, ohne sie beliebig zu vermischen. Ein solcher Ansatz ist die Kombination aus energetischer Psychologie – insbesondere Tapping-Methoden – und achtsamkeitsbasierten Verfahren wie der Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR).
Zentral ist dabei weniger die Technik als die Haltung: Die Verbindung von Selbstachtsamkeit und körperorientierter Intervention zielt auf die Förderung von Selbstwirksamkeit. Klientinnen und Klienten sollen nicht nur verstehen, was mit ihnen geschieht, sondern auch erleben, dass sie aktiv Einfluss auf ihr inneres Erleben nehmen können. Diese Erfahrung von Handlungsfähigkeit steht im Zentrum eines Therapieverständnisses, das Menschen nicht als passive Empfänger von Behandlung sieht, sondern als aktive Gestalter ihres eigenen Heilungsprozesses. Wenn jemand zum ersten Mal spürt, dass ein überwältigendes Gefühl durch die eigene Aufmerksamkeit und körperliche Selbstberührung nachlassen kann, entsteht etwas Grundlegendes: das Vertrauen in die eigene Regulationsfähigkeit.
Worum es geht
Der vorliegende Artikel beschreibt einen integrierten psychotherapeutischen Ansatz, der Elemente der energetischen Psychologie (insbesondere Tapping/EFT), achtsamkeitsbasierter Verfahren (MBSR), gesprächstherapeutischer Grundhaltungen, gestalttherapeutischer Interventionen sowie lösungs- und hypnotherapeutischer Aspekte miteinander verbindet. Ziel ist es, Selbstwirksamkeit zu fördern, emotionale Selbstregulation zu ermöglichen und unbewusste Muster behutsam zugänglich zu machen. Anhand einer fortlaufenden Fallvignette wird gezeigt, wie diese Bausteine praxisnah, prozessorientiert und klientenzentriert eingesetzt werden können.
Im Kern geht es um die Frage, wie Menschen wieder Zugang zu sich selbst finden können, wenn Stress, innere Konflikte oder alte Loyalitäten ihre Selbstregulation blockieren. Der Ansatz versteht psychische Belastung nicht als isoliertes Symptom, sondern als Ausdruck eines komplexen Zusammenspiels aus biografischen Prägungen, aktuellen Anforderungen, körperlicher Aktivierung und inneren Beziehungsmustern. Therapie wird hier nicht als Reparatur verstanden, sondern als gemeinsamer Prozess des Wahrnehmens, Verstehens und Erprobens neuer innerer Haltungen und Handlungsspielräume.
Diese Perspektive verändert auch die therapeutische Rolle: Statt als Expertin oder Experte mit fertigen Antworten zu agieren, wird die Therapeutin zur Begleiterin eines Suchprozesses. Sie bietet Orientierung, ohne den Weg vorzuschreiben, und schafft Räume, in denen Neues entstehen kann. Dabei geht es weniger darum, Probleme aufzulösen, als vielmehr darum, die Beziehung zum eigenen Erleben zu verändern. Wenn Menschen lernen, ihre inneren Zustände nicht mehr als Bedrohung zu erleben, sondern als Informationen, die verstanden werden wollen, verschiebt sich etwas Grundlegendes in ihrer Selbstwahrnehmung.
Der erste Kontakt: Beziehung, Sicherheit und Psychoedukation
Am Anfang jeder therapeutischen Arbeit steht der Aufbau einer tragfähigen Beziehung. Orientierung an den gesprächstherapeutischen Grundhaltungen nach Carl Rogers – unbedingte Wertschätzung, Echtheit und empathisches Interesse – schafft den notwendigen Rahmen, in dem tiefere Prozesse überhaupt möglich werden. Parallel dazu erfüllt Psychoedukation eine wichtige Funktion: Sie entlastet, normalisiert und strukturiert.
In der Fallvignette begegnen wir hier Anna, Mitte 40, beruflich erfolgreich, aber seit Monaten erschöpft, innerlich angespannt und zunehmend selbstkritisch. Sie beschreibt ein Gefühl permanenter innerer Alarmbereitschaft, ohne einen konkreten Auslöser benennen zu können. Bereits in den ersten Sitzungen wird deutlich, wie stark Anna dazu neigt, sich selbst für ihr Erleben verantwortlich zu machen und gleichzeitig hohe Erwartungen an andere zu richten – ein Spannungsfeld, das später noch eine zentrale Rolle spielen wird.
Die Psychoedukation in dieser Phase erklärt Anna, wie das Nervensystem auf chronischen Stress reagiert, warum der Körper in Daueralarmbereitschaft gerät und weshalb Gefühle manchmal nicht greifbar sind, obwohl sie spürbar den Alltag beeinflussen. Diese Erklärungen wirken nicht wie eine Diagnose, sondern wie eine Landkarte: Sie helfen Anna zu verstehen, wo sie gerade steht, ohne ihr das Gefühl zu geben, dass etwas mit ihr grundlegend falsch ist. Gerade Menschen, die sich selbst hohe Leistungsstandards auferlegen, erleben es oft als Erleichterung zu hören, dass ihre Erschöpfung keine Schwäche ist, sondern eine nachvollziehbare Reaktion ihres Systems auf Überlastung.
Einführung in Achtsamkeit: Wahrnehmen ohne Eingreifen
Die Introduktion achtsamkeitsbasierter Elemente erfolgt behutsam. Ziel ist nicht Entspannung um jeden Preis, sondern die Schulung einer nicht-wertenden Aufmerksamkeit. Über einfache Wahrnehmungsübungen – Atem, Körperempfindungen, innere Bilder – lernt Anna, ihre Erfahrungen zunächst nur zu registrieren. Die Skalierung ihres inneren Zustands, etwa auf einer Skala von null bis zehn, dient dabei als Brücke zwischen subjektivem Erleben und sprachlicher Reflexion.
In der Praxis zeigt sich schnell, dass Achtsamkeit allein starke Reaktionen hervorrufen kann. Bei Anna tauchen Gefühle von Traurigkeit und Hilflosigkeit auf, die sie lange vermieden hat. Hier wird deutlich, warum ein sicherer Beziehungsrahmen unverzichtbar ist. Achtsamkeit bedeutet nicht, sich einfach allem auszusetzen, was aufsteigt, sondern behutsam Kontakt aufzunehmen mit dem, was da ist, und gleichzeitig die Fähigkeit zu entwickeln, diesen Kontakt zu dosieren.
Viele Menschen haben gelernt, unangenehme Gefühle durch Aktivität, Ablenkung oder Rationalisierung auf Abstand zu halten. Wenn diese Strategien wegfallen, kann das zunächst verunsichernd wirken. Anna berichtet nach einer ersten Atemübung, sie habe sich „nackter“ gefühlt als sonst. Diese Metapher trifft etwas Wesentliches: Achtsamkeit entfernt Schutzschichten, die sich über Jahre aufgebaut haben. Deshalb ist es wichtig, dass die Therapeutin diesen Prozess begleitet und immer wieder vermittelt, dass alles, was auftaucht, seinen Platz haben darf, ohne dass sofort etwas damit geschehen muss.
Die Skalierung, die anfangs wie ein technisches Hilfsmittel wirken mag, erfüllt dabei eine doppelte Funktion: Sie ermöglicht Anna, ihr Erleben zu objektivieren und damit handhabbar zu machen, gleichzeitig schafft sie Distanz, ohne den Kontakt zum Gefühl zu verlieren. Wenn Anna sagt „Meine Anspannung ist gerade bei acht“, kann sie über dieses Gefühl sprechen, ohne von ihm überwältigt zu werden.
Verdeckte Muster und innere Loyalitäten
Im weiteren Verlauf werden gestalttherapeutische Elemente eingeführt, die Distanzierung und Perspektivwechsel ermöglichen. Anna erkennt, dass viele ihrer aktuellen Reaktionen in alten Beziehungsmustern wurzeln. Die Arbeit mit verdeckten Problemen – etwa unbewussten Loyalitäten gegenüber Herkunftsfamilie oder früheren Bezugspersonen – öffnet einen tieferen psychodynamischen Zugang.
Besonders deutlich werden die sogenannten „Big Five“ nach Michael Bohne: Selbstvorwürfe, Vorwürfe gegenüber anderen, festgefahrene Erwartungshaltungen, regressives Verhalten und einschränkende Loyalitäten. Anna beginnt zu verstehen, dass ihr innerer Druck weniger aus der aktuellen Situation entsteht als aus alten inneren Verpflichtungen.
Ein konkretes Beispiel macht dies deutlich: Anna beschreibt, wie schwer es ihr fällt, Aufgaben zu delegieren, selbst wenn sie weiß, dass sie überlastet ist. Im therapeutischen Gespräch zeigt sich, dass sie als Kind häufig die Rolle der „Verantwortlichen“ innehatte, die für jüngere Geschwister sorgte, wenn die Eltern emotional nicht verfügbar waren. Die unbewusste Botschaft lautete: „Nur wenn du dich kümmerst, bist du wertvoll.“ Diese Loyalität gegenüber der alten Familienstruktur wirkt bis heute nach, auch wenn die äußeren Umstände längst andere sind.
Die Arbeit mit dem „leeren Stuhl“, einer gestalttherapeutischen Technik, ermöglicht es Anna, in einen inneren Dialog mit verschiedenen Anteilen zu treten. Sie spricht einmal aus der Position der erschöpften Erwachsenen, dann aus der des Kindes, das damals keine Wahl hatte, und schließlich aus der Perspektive einer mitfühlenden Beobachterin. Diese Mehrperspektivität löst festgefahrene Selbstwahrnehmungen auf und eröffnet neue Handlungsoptionen. Anna erkennt, dass sie nicht mehr das Kind von damals ist und dass Verantwortung heute anders aussehen darf.
Körper und Emotion: Tapping als psychoenergetischer Zugang
An diesem Punkt wird das Tapping eingeführt. Das rhythmische Klopfen bestimmter Körperpunkte dient als somatischer Anker, um emotionale Aktivierung zu regulieren. Entscheidend ist dabei die Haltung der Selbstakzeptanz, wie sie im EFT nach Gary Craig formuliert wird. Die bekannte Affirmation „Obwohl ich …, akzeptiere und liebe ich mich“ wirkt dabei weniger als Suggestion, sondern als Gegenpol zur inneren Selbstabwertung.
In der Fallvignette erlebt Anna erstmals, dass intensive Gefühle abklingen können, ohne analysiert oder „weggemacht“ zu werden. Die Übergabe des Tappings in ihre eigene Verantwortung markiert einen wichtigen Schritt in Richtung Autonomie.
Die Wirkweise des Tappings ist noch nicht abschließend wissenschaftlich geklärt, doch die praktische Erfahrung zeigt konsistente Effekte: Die körperliche Selbstberührung in Kombination mit fokussierter Aufmerksamkeit scheint das Nervensystem zu beruhigen und emotionale Intensität zu reduzieren. Manche Forschende vermuten, dass die Stimulation bestimmter Akupunkturpunkte eine Rolle spielt, andere betonen eher die Ablenkungswirkung oder die Aktivierung des parasympathischen Nervensystems durch die rhythmische Bewegung.
Für Anna ist die Theorie zunächst nebensächlich. Sie erlebt zum ersten Mal, dass sie ein überwältigendes Gefühl von Schuld, das während einer Sitzung aufsteigt, selbst regulieren kann. Sie klopft die Punkte am Handrücken, an den Augenbrauen, unter den Augen, während sie innerlich sagt: „Obwohl ich mich schuldig fühle, dass ich nicht für alle da sein kann, akzeptiere ich mich so, wie ich bin.“ Nach wenigen Minuten sinkt die Intensität des Gefühls von neun auf vier. Das Gefühl verschwindet nicht vollständig, aber es verliert seine lähmende Wirkung.
Wichtig ist, dass das Tapping nicht als magisches Instrument vermittelt wird, sondern als eine von mehreren Möglichkeiten, mit inneren Zuständen anders umzugehen. Anna lernt, es in ihren Alltag zu integrieren, wendet es an, wenn sie morgens vor einem schwierigen Meeting steht oder abends nicht abschalten kann. Diese Selbstständigkeit ist zentral: Sie ist nicht mehr auf die Therapeutin angewiesen, um sich zu regulieren, sondern hat ein Werkzeug zur Hand, das sie jederzeit nutzen kann.
Lösungsorientierte Perspektiven und innere Bilder
Ergänzend wird mit der Wunderfrage nach Steve de Shazer gearbeitet. Sie öffnet einen imaginierten Raum jenseits der Problemtrance und lenkt den Blick auf konkrete Anzeichen von Veränderung. In Annas innerem „Kino“ entstehen Bilder eines ruhigeren Morgens, eines anderen Körpergefüls, eines veränderten Umgangs mit Erwartungen.
Hypnotherapeutische Elemente wie sanfte Affirmationen und die gezielte Verdünnung von Widerständen („nur für den Augenblick“) unterstützen diesen Prozess, ohne ihn zu forcieren. Die drei Schlüsselfragen – „Könnten Sie?“, „Würden Sie?“ und „Wann?“ – respektieren dabei stets die Autonomie der Klientin.
Die Wunderfrage lautet in Annas Fall: „Stellen Sie sich vor, es geschähe über Nacht ein Wunder, und all das, was Sie heute belastet, wäre gelöst. Sie wüssten davon nichts, weil Sie ja schlafen. Woran würden Sie am nächsten Morgen als Erstes merken, dass dieses Wunder geschehen ist?“ Anna beschreibt nach einer Weile des Nachdenkens, dass sie ausgeschlafen aufwachen würde, ohne sofort an die To-Do-Liste zu denken. Dass sie ihren Kaffee in Ruhe trinken könnte, vielleicht aus dem Fenster schauen würde. Dass ihr Nacken entspannt wäre. Diese scheinbar banalen Details sind kostbar, denn sie konkretisieren eine abstrakte Sehnsucht nach „weniger Stress“ in erlebbare, alltagsnahe Momente.
Die lösungsorientierte Perspektive verschiebt den Fokus von dem, was nicht funktioniert, zu dem, was anders sein könnte. Das bedeutet nicht, Probleme zu verleugnen, sondern das Lösungsbild so lebendig werden zu lassen, dass es eine eigene Anziehungskraft entwickelt. Die hypnotherapeutischen Elemente verstärken diese Wirkung, indem sie Widerstände nicht frontal herausfordern, sondern behutsam umgehen. Wenn Anna zögert, eine Veränderung umzusetzen, fragt die Therapeutin nicht „Warum nicht?“, sondern „Könnten Sie sich vorstellen, es nur einmal zu versuchen, ganz unverbindlich?“ Diese Formulierung öffnet einen Spielraum, in dem Neues möglich wird, ohne dass alte Schutzmechanismen alarmiert werden.
Integration und Abschluss: Lernen sichern, Selbstwirksamkeit stärken
Am Ende jeder Sitzung steht die Integration. Was wurde erlebt, was verstanden, was hat sich verändert? Die abschließenden Fragen – „Was nehmen Sie mit?“ und „Wie werden Sie weiter damit umgehen?“ – verankern den Prozess im Alltag.
Anna verlässt die Therapie nicht als „geheilt“, sondern als jemand, der Werkzeuge, Verständnis und Vertrauen in die eigene Regulation gewonnen hat. Genau darin liegt die Stärke eines integrierten Ansatzes: Er verspricht keine schnellen Lösungen, sondern eröffnet Wege zu einem bewussteren, selbstwirksameren Umgang mit inneren Prozessen.
Diese Integrationsphase ist kein bloßes Anhängsel, sondern ein wesentlicher Bestandteil des therapeutischen Prozesses. Erfahrungen, die nicht bewusst reflektiert und mit Bedeutung versehen werden, verlieren sich oft im Alltag. Indem Anna am Ende jeder Sitzung benennt, was sich für sie verändert hat, welche Einsicht neu war oder welches Werkzeug sie ausprobieren möchte, verfestigt sich das Gelernte. Manche Sitzungen enden mit konkreten Vorhaben: Anna nimmt sich vor, einmal täglich fünf Minuten zu klopfen, wenn sie Anspannung spürt. Andere Sitzungen schließen offener: Anna geht mit einer neuen Frage, die sie begleiten wird, oder mit einem Bild, das noch nachwirken darf.
Nach mehreren Monaten berichtet Anna von einer Situation, die ihr selbst deutlich macht, wie viel sich verändert hat. Eine Kollegin bittet sie um Unterstützung bei einem Projekt, und zum ersten Mal spürt Anna, dass sie innerlich „Nein“ sagen möchte. Früher hätte sie automatisch zugestimmt und sich später überfordert gefühlt. Diesmal nimmt sie sich einen Moment, spürt in sich hinein, erkennt ihre Grenze und sagt freundlich, aber bestimmt ab. Die Kollegin reagiert verständnisvoll, und Anna bemerkt erstaunt, dass die befürchtete Katastrophe ausbleibt. Diese Erfahrung von Selbstwirksamkeit ist das Fundament, auf dem weiteres Wachstum möglich wird.
Zum Mitnehmen
Integrierte Therapie bedeutet nicht, möglichst viele Methoden anzuwenden, sondern passende Zugänge sinnvoll zu verbinden. Entscheidend sind Haltung, Timing und Beziehung. Die Kombination aus Achtsamkeit, körperorientierter Regulation und dialogischer Reflexion kann besonders dort wirksam sein, wo klassische Zugänge allein nicht ausreichen. Für Klientinnen und Klienten entsteht so kein fertiges Lösungsmodell, sondern ein wachsendes Verständnis für sich selbst – und die Erfahrung, mit inneren Zuständen handlungsfähig zu bleiben.
Der beschriebene Ansatz ist kein starres Programm, sondern ein Rahmen, der je nach Person, Kontext und Prozess angepasst werden kann. Manche Menschen profitieren besonders von der körperorientierten Arbeit, andere von der Reflexion innerer Muster, wieder andere von der lösungsorientierten Perspektive. Die Kunst liegt darin zu erkennen, was wann gebraucht wird, und flexibel darauf zu reagieren. Gleichzeitig braucht es eine innere Kohärenz: Die verschiedenen Elemente sollten nicht beliebig nebeneinanderstehen, sondern sich gegenseitig ergänzen und verstärken.
Für Menschen, die einen therapeutischen Weg suchen, kann dieser integrierte Ansatz eine Alternative sein, wenn bisherige Versuche nicht die erhoffte Wirkung zeigten. Er eignet sich besonders für jene, die spüren, dass ihr Körper eine wichtige Rolle spielt, die aber auch verstehen wollen, was auf tieferer Ebene geschieht. Und er ist eine Option für Menschen, die nicht nur Symptome lindern, sondern grundlegend ihre Beziehung zu sich selbst verändern möchten. Denn am Ende geht es nicht darum, perfekt zu funktionieren, sondern darum, mit sich selbst in Kontakt zu sein und auch in schwierigen Momenten handlungsfähig zu bleiben.
- Inspiration: Arbeitsblatt zum Seminar Humanistische Psychotherapie in der Paracelsus Schule
- Bildmaerial: KI-generiert. ChatGPT
- Dieser Artikel wurde unter Verwendung mehrerer redaktioneller KI-Werkzeuge erstellt.
Über den Autor:
Der Autor ist geprüfter psychologischer Berater (vfp), Heilpraktiker für Psychotherapie, hat ein postgraduiertes Studium in Psychologie zum Ph.D. (philosophy doctor) absolviert und erfolgreich an der Fortbildung zur Qualifikation ‚Psychosomatische Grundversorgung‘ der Landesärztekammer Hessen teilgenommen.
Er schreibt u.a. über die Übergänge zwischen Nähe und Autonomie, Bindung und Freiheit. Seine Texte verbinden psychologische Tiefe mit dem Blick auf den Menschen, der beides ist: verletzlich und fähig zur Wandlung.