Psycho Med News

Mit Beiträgen von Walter Lenz

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Literatur und Psychotherapie I Hamlets Gedanken zum Suizid

Der berühmte Monolog ‚To be or not to be‘ aus William Shakespeares Hamlet ist eine tiefgründige Auseinandersetzung mit der Frage, ob das Leben noch lebenswert ist – oder ob der Tod (auch und gerade durch die eigene Hand) ein Ausweg aus unerträglichem Leiden sein könnte. Der Text kann als innerer Monolog eines Menschen gelesen werden, der sich in einer suizidalen Krise befindet.

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Apokalypse NOW Weltuntergang – jetzt aber wirklich!

Prognosen sind häufig sehr ungenau, insbesondere dann, wenn sie Aussagen über die Zukunft beinhalten.

Ein Abgesang auf das große Geschäft mit der Apokalypse

Es ist wieder so weit: Die Welt geht unter. Mal wieder. Schon wieder. Immer noch. Diesmal aber wirklich – das sagen jedenfalls dieselben Leute, die das auch letztes Jahr gesagt haben. Und vor fünf Jahren. Und zur Jahrtausendwende. Und im Mittelalter. Und bei jeder Sonnenfinsternis, jeden Neumond, jedes Mal, wenn ein Vulkan niest oder ein Gletscher hustet. Oder wenn Taylor Swift ein neues Album ankündigt.

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Homosexualität im Judentum und Christentum – zwischen religiösem Tabu und moderner Neubewertung

Worum es geht:

Dieser Text untersucht die Ablehnung von Homosexualität im Judentum und Christentum, wie sie sich aus den Schriften des Alten und Neuen Testaments ergibt. Dabei werden religiöse, gesellschaftliche und medizinische Hintergründe beleuchtet – ebenso wie moderne Sichtweisen, die homosexuelle Orientierung als Teil menschlicher Vielfalt verstehen.

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Der Mann mit tradiertem Männlichkeitsbild in einer modernen Partnerschaft

Worum es geht.

Viele Männer wachsen mit dem Bild auf, dass sie stets stark, dominant und beschützend sein müssen. Körperliche Größe, Wissen und Lebenserfahrung werden dabei oft als natürliche Machtressourcen verstanden, mit denen sie ihre Rolle und Autorität in der Partnerschaft sichern. Dieses Selbstbild ist tief in kulturellen und familiären Erzählungen verwurzelt und prägt nicht nur die Selbsteinschätzung, sondern auch die Erwartungen an das eigene Verhalten und an die Rolle der Partnerin.

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Der klassische Konflikt: Er will – Sie nicht

Ein kleiner Essay über das große erotisch-sexuelle Ungleichgewicht

Worum es geht.

Man kennt ihn, diesen Moment, dieses berühmte leise Knirschen im Getriebe der Zweisamkeit: Er rollt sich – mal mehr, mal weniger dezent – zu ihr hinüber, streichelt ein bisschen, hebt vielleicht schon hoffnungsvoll die Decke, und sie? Sagt nichts. Oder sagt: „Nicht jetzt.“ Oder: „Ich bin müde.“ Oder – Klassiker – „Ich hab Kopfweh.“ Und schon liegt er wieder da. Enttäuscht. Verwirrt. Oder trotzig. Vielleicht schaltet er das Handy ein. Vielleicht zählt er innerlich nach, wie oft es jetzt schon passiert ist. Oder nicht passiert ist. Und ganz sicher fragt er sich irgendwann: Was läuft da eigentlich falsch?

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Die sexuelle Veranlagung zwischen Extrempolen: Eine psychobiologische Betrachtung

Worum es geht

Es geht um die Spannweite menschlicher sexueller Veranlagung – von stark erhöhtem Verlangen bis hin zu geringer oder fehlender sexueller Motivation – bei Frauen wie Männern. Sie fragt nach biologischen, psychologischen und sozialen Einflüssen auf dieses Spektrum, erklärt mögliche Ursachen wie hormonelle Ungleichgewichte oder psychische Traumata und zeigt auf, welche therapeutischen und medizinischen Hilfen sinnvoll sein können. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Vielfalt sexueller Ausdrucksformen zu fördern – jenseits von Schubladen oder Bewertungen. Dabei wird deutlich, dass Sexualität ein fundamentaler Aspekt menschlicher Existenz ist, der gleichzeitig höchst individuell geprägt und kulturell geformt wird. Die moderne Sexualforschung zeigt, dass es keine universell gültigen Normen gibt, sondern vielmehr ein Kontinuum verschiedener Ausprägungen, die alle ihre Berechtigung haben und verstanden werden wollen.

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Das dolce far niente gegen den furor teutonicus

Worum es geht

Europa ist nicht nur ein Kontinent der Länder, sondern auch einer der Lebenskonzepte. Zwischen dem italienischen „dolce far niente“ und dem deutschen „furor teutonicus“ liegen Welten – oder zumindest Weltanschauungen. Der eine lebt leichtfüßig, der andere zielstrebig. Und beide glauben, dass ihre Art zu leben die richtige sei. Es geht darum, dem alten Missverständnis nachzuspüren, das zwischen Müßiggang und Pflichtbewusstsein pulsiert, und fragt: Muss man sich wirklich entscheiden? Oder ist in der Reibung womöglich Platz für Erkenntnis?

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Scham in der Partnerschaft: Wenn Nähe schwerfällt

Worum es geht

Scham in der Partnerschaft ist ein Thema, über das selten offen gesprochen wird – und doch betrifft es viele Paare. Wenn körperliche Nähe schwerfällt, obwohl emotionale Verbundenheit da ist, entsteht oft ein Spannungsfeld aus Missverständnissen, Rückzug und Sehnsucht. Man muss verstehen, wie Scham entsteht, welche inneren Prozesse dahinterstecken und welche Wege aus der Sprachlosigkeit möglich sind.

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Altersdepression und das Phänomen des „Gebraucht-Werdens“

Worum es geht

Es geht um den Zusammenhang zwischen Altersdepression und dem fundamentalen menschlichen Bedürfnis nach Nützlichkeit und Bedeutung. Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass das Gefühl, gebraucht zu werden, nicht nur ein psychologisches Bedürfnis darstellt, sondern einen zentralen Aspekt menschlicher Würde und Identität bildet.

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