Mit Beiträgen von Walter Lenz

Autor: admin (Seite 8 von 29)

Ein Leben im Dauerfrust: menschliche Beschwerde- und Klagestrukturen

Worum es geht.

Diese Abhandlung beleuchtet Menschen, die sich bei kleinsten Anlässen aufregen, sich ständig benachteiligt fühlen, ihre Umwelt mit Klagen überziehen und keinerlei Zufriedenheit äußern. Sie wirken oft negativ, neidisch und dauerhaft angespannt. Doch hinter diesem Verhalten stecken nicht nur Persönlichkeitsmerkmale, sondern auch psychologische Mechanismen, biografische Belastungen und emotionale Schutzstrategien. Ziel ist, zu verstehen, was diese Muster nährt, wie man sie deuten kann – und was hilft, um Veränderung möglich zu machen.

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Wie die Nase den Menschen an der Nase rumführt – Eine Abhandlung in 12 Schritten

I. Die erste Nasenliebe – wenn Babys ihre Mütter erriechen

Bevor die Nase uns durchs Leben führt, Liebschaften stiftet oder den Tod ankündigt, beginnt sie mit der allerersten und vielleicht wichtigsten Aufgabe: dem Finden der Mama. Es geht um die erste große Liebe, die nicht über die Augen, sondern über die Nase läuft. Um 30 Millionen Riechzellen, die ein Baby zur Welt bringen und sofort wissen: „Das ist sie!“ Es geht um Urvertrauen per Geruchsmolekül, um Bindung durch Schnüffeln und um die Erkenntnis, dass die erste Apotheke des Lebens nicht in der Drogerie steht – sondern in Mamas Armen duftet.

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Longevity: Sehnsucht nach dem ewigen Leben oder Angst vor dem Tod

Worum es geht

Langlebigkeitsforschung ist mehr als Wissenschaft – sie ist der Spiegel unserer tiefsten menschlichen Sehnsüchte und Ängste. Zwischen der Furcht vor dem Vergehen und dem unstillbaren Hunger nach mehr Leben entspinnt sich eine der faszinierendsten Entwicklungen unserer Zeit: die systematische Erforschung des Alterns und die Suche nach Wegen, es zu verlangsamen oder gar umzukehren.

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Analyse einer Klettenbeziehung: Zwischen Nähe und Distanz

Die Metapher der Klette als Beziehungsmuster

Der Satz „So quälend die Nähe, so unerträglich die Trennung“ beschreibt präzise das Wesen einer Klettenbeziehung, in der sich zwei Menschen wie Klettenpflanzen aneinander festhalten – schmerzhaft in der Nähe, unerträglich in der Distanz. Diese Beziehungsdynamik zeichnet sich durch ein paradoxes Muster aus: Die Partner können weder mit- noch ohneeinander leben, gefangen in einem Kreislauf aus Anziehung und Abstoßung, der ihre emotionale Existenz dominiert. Wie bei echten Kletten haften sie aneinander fest, doch das Lösen verursacht Schmerzen und hinterlässt Spuren.

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Literatur und Psychotherapie II: Vom Monolog zum Therapie – Dialog

Das Gespräch, zusammenfasst, zwischen dem Klienten und dem Therapeuten.

Setting: Im Gesprächszimmer des Therapeuten. Der Mann, Anfang 80, sitzt mit leicht gekrümmten Rücken und etwas nach vorne gebeugt, im Sessel, dem Therapeuten gegenüber. Zwischen ihnen ein flacher Tisch mit einem kleinen Blumengesteck, zwei Gläser und zwei kleinen Sprudelflaschen. Der Therapeut hört aufmerksam zu.

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Literatur und Psychotherapie I Hamlets Gedanken zum Suizid

Der berühmte Monolog ‚To be or not to be‘ aus William Shakespeares Hamlet ist eine tiefgründige Auseinandersetzung mit der Frage, ob das Leben noch lebenswert ist – oder ob der Tod (auch und gerade durch die eigene Hand) ein Ausweg aus unerträglichem Leiden sein könnte. Der Text kann als innerer Monolog eines Menschen gelesen werden, der sich in einer suizidalen Krise befindet.

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Apokalypse NOW Weltuntergang – jetzt aber wirklich!

Prognosen sind häufig sehr ungenau, insbesondere dann, wenn sie Aussagen über die Zukunft beinhalten.

Ein Abgesang auf das große Geschäft mit der Apokalypse

Es ist wieder so weit: Die Welt geht unter. Mal wieder. Schon wieder. Immer noch. Diesmal aber wirklich – das sagen jedenfalls dieselben Leute, die das auch letztes Jahr gesagt haben. Und vor fünf Jahren. Und zur Jahrtausendwende. Und im Mittelalter. Und bei jeder Sonnenfinsternis, jeden Neumond, jedes Mal, wenn ein Vulkan niest oder ein Gletscher hustet. Oder wenn Taylor Swift ein neues Album ankündigt.

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Homosexualität im Judentum und Christentum – zwischen religiösem Tabu und moderner Neubewertung

Worum es geht:

Dieser Text untersucht die Ablehnung von Homosexualität im Judentum und Christentum, wie sie sich aus den Schriften des Alten und Neuen Testaments ergibt. Dabei werden religiöse, gesellschaftliche und medizinische Hintergründe beleuchtet – ebenso wie moderne Sichtweisen, die homosexuelle Orientierung als Teil menschlicher Vielfalt verstehen.

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Der Mann mit tradiertem Männlichkeitsbild in einer modernen Partnerschaft

Worum es geht.

Viele Männer wachsen mit dem Bild auf, dass sie stets stark, dominant und beschützend sein müssen. Körperliche Größe, Wissen und Lebenserfahrung werden dabei oft als natürliche Machtressourcen verstanden, mit denen sie ihre Rolle und Autorität in der Partnerschaft sichern. Dieses Selbstbild ist tief in kulturellen und familiären Erzählungen verwurzelt und prägt nicht nur die Selbsteinschätzung, sondern auch die Erwartungen an das eigene Verhalten und an die Rolle der Partnerin.

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Der klassische Konflikt: Er will – Sie nicht

Ein kleiner Essay über das große erotisch-sexuelle Ungleichgewicht

Worum es geht.

Man kennt ihn, diesen Moment, dieses berühmte leise Knirschen im Getriebe der Zweisamkeit: Er rollt sich – mal mehr, mal weniger dezent – zu ihr hinüber, streichelt ein bisschen, hebt vielleicht schon hoffnungsvoll die Decke, und sie? Sagt nichts. Oder sagt: „Nicht jetzt.“ Oder: „Ich bin müde.“ Oder – Klassiker – „Ich hab Kopfweh.“ Und schon liegt er wieder da. Enttäuscht. Verwirrt. Oder trotzig. Vielleicht schaltet er das Handy ein. Vielleicht zählt er innerlich nach, wie oft es jetzt schon passiert ist. Oder nicht passiert ist. Und ganz sicher fragt er sich irgendwann: Was läuft da eigentlich falsch?

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